Newsletter vom Donnerstag, 18. März 2021

(Neue All-Time High´s, Dax + 201 auf 14.800, Dow Jones  + 154 auf 33.198) 

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Das nenn ich nachhaltig!

Liebe Leserinnen und Leser,

in letzter Zeit höre ich diese Frage immer öfter: „Herr Brandmaier, wie halten es unsere Wachstumsunternehmen eigentlich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz?“ Klar, unsere Abonnenten wollen zum einen mit gutem Gewissen investieren, zum anderen vermeiden, auf besonders „schmutzige“ Konzerne zu setzen, deren Aktien womöglich irgendwann abgestraft werden. Doch wer erst einmal tiefer in das Thema Nachhaltigkeit eintaucht, verliert schnell die Orientierung.

Denn Unternehmen, die den einen als Musterknaben gelten, sind für andere halbe Verbrecher. NextEra Energy etwa ist der weltgrößte Anbieter von Grünstrom und damit ein starkes Beispiel für nachhaltige Anlage. Manche Börsianer würden die Aktie aber wohl nicht einmal mit der Kneifzange anfassen, weil der Konzern auch noch einige Atom- und Kohlekraftwerke im Portfolio hat. Unilever wiederum betreibt großen Aufwand, um „grüner“ zu produzieren, wird von einigen aber immer als großer böser Lebensmittelmulti abgestempelt werden. Und BASF? Der Chemiegigant produziert zwar höhere CO2-Emissionen als viele andere Unternehmen – steht aber innerhalb der eigenen Branche sehr gut da.

Da eine Rangliste aufzustellen, die alle zufriedenstellt, ähnelt der Quadratur des Kreises. Hinter die meisten Nachhaltigkeits-Rankings kann man deshalb zumindest ein dickes Fragezeichen setzen. Und trotzdem bin ich davon überzeugt, dass gerade unsere Empfehlungen hier weit mehr unternehmen als viele andere. Denn bei den Vier- und Fünf-Diamanten-Werten handelt es sich durchweg um große internationale Marktführer, die im Fokus der Anleger und Medien stehen und entsprechend die Ärmel hochkrempeln (müssen). 

Mehr Grünstrom, weniger Ressourcenverbrauch, CO2-Ausstoß senken, nachhaltigen Pflanzenanbau fördern – all das vermelden Procter & Gamble, Microsoft und Co. quasi im Tagestakt. Kein Wunder, gerade die erfolgreichen Konzerne sind es doch, die das nötige Kleingeld haben, um den Wandel mitzugestalten. Rundum „grüne“ Firmen sind dagegen meist miniklein oder verdienen kein Geld, sind also moralisch einwandfrei, aber als Vermögensanlage leider unbrauchbar. Bei den gutverdienenden Konzernen findet man zwar fast immer ein Haar in der Suppe. Aber sie arbeiten zunehmend daran, den „Haarausfall“ zu verringern! 

Ich kann Ihnen deshalb unsere Wachstumsunternehmen nach wie vor mit gutem Gewissen zum Kauf empfehlen. Und ganz nebenbei: Auch was unsere Anlagephilosophie selbst angeht, sind Sie beim Thema Nachhaltigkeit auf dem richtigen Weg. Schließlich trommeln wir seit Jahr und Tag konsequent fürs Kaufen und Liegenlassen von Aktien – am besten für immer. Wenn das keine nachhaltige Geldanlage ist, was dann!

In diesem Sinne,
schöne Grüße aus dem Schwabenland, wünsche noch eine wunderschöne Restwoche und bleiben Sie gesund,

Herzlichst, Ihr

Neue Leserzuschriften:

Spekulieren ist für viele cooler als vernünftig zu investieren.
Gerade lese ich im Editorial der letzten Ausgabe des "Stuttgarter Aktienbriefes" die erfreuliche Mitteilung, dass die Deutschen wieder auf den Börsengeschmack kommen und die Macher von Börse Aktuell hoffen, dass sie dabei in etwas Solides investieren. Dabei können wir auch als Leser mithelfen. 
Ja, das tun wir langjährigen Abonnenten seit Jahren eifrig im Bekannten-, Verwandten- und Kollegenkreis. Aber das ist leichter gesagt als getan, wenn man bedenkt, wie schamlos die Bevölkerung von ihren eigenen Kreditinstituten, ihren Hausbanken, zu wilden Spekulationen verführt wird. Eine sehr bekannte Bank wirbt auf ihrer Internet-Seite unter der Rubrik "Investieren" vollmundig mit den Worten "Sie wollen mehr aus ihrem Geld machen und Ihre Chancen auf den Kapitalmärkten nutzen? Dafür müssen Sie kein Börsenguru und auch kein Millionär sein. Bei uns finden Sie die passende Geldanlage für jedes Bedürfnis und jede Lebenssituation.! Und dann leitet sie den unbedarften Börsen-Interessenten über die Links "Erste Schritte für Anleger", "So geht Handeln mit Wertpapieren" und "hier zur Einsteiger-Seite" mit dem wortwörtlichen Rat "Lassen Sie sich einfach von unseren Kundenfavoriten, den Lieblings-Investments unserer Kunden, inspirieren" doch allen Ernstes auf Zockerwerte wie CureVac, GameStop & Co. Unfassbar! Aber so scheint es mit den “Investitionen“ bei der neuen Generation von Möchtegern-Börsianern tatsächlich zu sein. Spekulieren ist eben cooler als vernünftig Investieren. Es geht genauso wieder los wie zu Zeiten des neuen Marktes. Da ist guter Rat teuer. Beste Grüße nach Stuttgart, Veit J.

Meine Meinung zur Wachstumsstrategie
Hallo Team und Joachim Brandmaier, b
in begeistert von Ihren Stuttgarter Aktienbriefen und dem ungebrochenem Optimus von Joachim Brandmaier.
Ich bin begeisterter Aktionär seit Telekom und seit vielen Jahren einer euer Leser. (Ich glaube der einzige aus Brandenburg, nach euren Leserbriefen ) Egal.
Hatte auch ein paar Jahre meine andere Meinung ohne Abo. Nach Telekom, Aegon, Bombardier, Nokia und anderen bin ich zufrieden mit der Diamanten-Strategie.
Da es keine Ausstiegsstrategie gibt und ich mit 66 Jahren auch nicht mehr die Zeit habe um die große anstehende Korrektur am Markt über mehrere Jahre auszusitzen, habe ich mich über den Betrag zum Gold gefreut. Alle Achtung ! Bin auch in Gold und Silber als Versicherung zum Aktiendepot investiert. Dann brauche ich bei einer künftigen Korrektur, keine Aktien zu verkaufen und kann dann von der Erholung profitieren und eventuell auch noch nachkaufen. Beste Grüße, Axel H. aus Brandenburg

Ihr Optimismus behält auf lange Sicht immer seine Berechtigung.
Sehr geehrter Herr Brandmaier,
immer wieder muss ich Ihnen und Ihrem Team in Gedanken danken, dass Sie es verstehen mir eine Ruhe zu verleihen und nicht in Panik zu geraten, wenn an den Aktienmärkten die Kanonen donnern. Schon manchmal habe ich daran gedacht, ich könnte da ein wenig nachkaufen, aufstocken oder in eine neue Aktie investieren. Doch muss ich als Ruheständler auch daran denken, etwas flüssig zu bleiben um dann davon eine Durststecke überwinden zu können. Aber verkaufen, das schwirrt nur bis zur nächsten Ausgabe von Börse Aktuell oder den Blick auf Ihre Internetseite im Kopf. Denn da wird klar, so lange noch andere finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, wird nicht eines der guten Stücke verkauft. Ich habe lange an der Scotia Bank festgehalten, habe im Minus gelegen, habe mich bei Ihnen am Redaktionstelefon erkundigt und bin heute schon ein gutes Stückchen wieder im Plus. Ihr Optimismus behält auf lange Sicht immer seine Berechtigung. Verlieren Sie ihn nie. Mit freundlichen Grüßen, Thomas S. aus Rottenburg

Dank Ihrer Durchhaltestrategie bin ich standhaft geblieben
Sehr geehrter Herr Brandmaier,
zu Ihrem Thema "Man muss Kursschwankungen aushalten können! Und manchmal eben sogar einen waschechten Crash..." Ich beziehe seit 2016 Ihren Stuttgarter Aktienbrief und habe dann  mit 78 Jahren angefangen gemäß Ihren Vorgaben mir  nach und nach ein Aktiendepot aufzubauen mit dem Ziel Dividenden zu erzielen. Mein Depotüberschuss Ende Januar 2020 lag bereits bei 93.386,00 Euro. Da war vom Crash noch nicht die Rede, aber es kam wie es kommen musste. Corona. Es wäre durchaus  auch eine andere Ursache möglich gewesen. Dank Ihrer Durchhaltestrategie bin ich standhaft geblieben und nicht mit dem Gedanken des Verkaufens gespielt. Schade, dass ich nicht nachgekauft habe. Aber immerhin, aktuell liegt mein Depot schon deutlich über dem Niveau vor dem Corona Crash. Fazit: Nur mit Durchhaltevermögen ist Vermögenssteigerung möglich. Mit freundlichem Gruß, Frank von H.

 

Schreiben bitte auch Sie mir Ihre Meinung, diese interessiert mich sehr, mail an den Herausgeber hier  ...

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