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Joachim Brandmaier (64): „Zweifeln Sie ruhig hin und wieder an der Börse – aber VERzweifeln Sie nie - denn nicht der Markt sondern der Kopf ist meist das Problem!"
Panik statt Plan ...
Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,
da hatte der Dow Jones gerade die Marke von 50.000 geknackt – Jubel, Trubel, Heiterkeit –, aber dann kam der Irankrieg. Praktisch alles rauschte in die Tiefe. Und damit waren sie wieder da: die ewigen Zweifel!
Wenn man so zuschauen muss, wie sich schöne Buchgewinne in Luft auflösen oder sogar vermehrt Minuszeichen im Depot auftauchen, dann ist es ganz normal, dass die Standfestigkeit ins Wanken gerät. Hätte man nicht vorher wenigstens ein paar Gewinne mitnehmen sollen? Oder ist es vielleicht ratsam, jetzt noch auszusteigen? Wäre es nicht sogar am allerbesten gewesen, man hätte überhaupt niemals auch nur einen Cent in Aktien gesteckt? Dann könnte man doch ein sorgenfreies Leben genießen und müsste nicht dauernd auf Aktienkurse starren!
Wenn auch Sie zuletzt von Zweifeln an Ihren Anlageentscheidungen befallen wurden, kann ich Sie beruhigen: Damit sind Sie nicht allein. Es ist ganz normal, dass Bedenken aufkommen, wenn es an der Börse mal nicht so läuft. Aber es ist auch ganz normal, DASS es an der Börse mal nicht so läuft! Und genau dieses Risiko, dass man sich und sein Geld den Schwankungen und Gefahren bei Aktien aussetzt, wird langfristig belohnt: mit einer überlegenen Rendite! Der Vorteil gegenüber Sparbuch und Festgeld muss also erarbeitet werden mit (viel) Durchhaltevermögen und dickem Fell!
Investieren wird oft als rationale Angelegenheit beschrieben. In Wahrheit ist es aber häufig die Psyche, die das Kommando übernimmt. Ganz regelmäßig funkt die Angst in die Entscheidungen hinein und wirft nicht selten die scheinbar fest gefassten Grundsätze über Bord. Die größte Herausforderung beim Geldanlegen ist also meist nicht der Markt selbst, sondern die menschliche Psyche. |