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Zwei Dauer-Optimisten par excellence - Chefredakteur Dieter Beck und Herausgeber Joachim Brandmaier: „Sie haben ihn, wir beide haben ihn, wir alle haben ihn: Den Hang zum Negativen. Wir schenken schlechten Nachrichten mehr Aufmerksamkeit als guten. In unserem Aktienbrief ist es genau umgekehrt.“
Hang zum Positiven
Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,
wussten Sie, dass wir alle einen „Negativity Bias“ in uns tragen? Keine Sorge, das ist kein neues Virus, sondern etwas ganz Normales. Manche behaupten sogar, es wäre etwas Gesundes. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das so viel wie „Negativ-Tendenz“.
Laut wissenschaftlichen Studien haben wir Menschen einen Hang zum Negativen. Negatives verarbeitet unser Gehirn besser und schneller als Positives. Warum ist das so? Nun, das haben wir der Evolution zu verdanken. Sie wissen schon, die Sache mit unseren Vorfahren und ihrer Angst vor dem Säbelzahntiger. Damals in der Steinzeit konnte ein verpasstes negatives Anzeichen den Tod bedeuten. Tief in uns drin schlummert diese Urangst immer noch.
Wenn negative Informationen einen stärkeren Einfluss auf unser Denken und Handeln haben als positive, dann ist das für Wachstumsstrategen dummerweise wenig dienlich. Warum? Weil auch Langfristinvestoren negative Meldungen stärker gewichten als gute, und sich möglicherweise so zu einer Entscheidung hinreißen lassen, die sie später vielleicht bitter bereuen: die Fehlentscheidung, eine gute Aktie zu früh zu verkaufen. Darum sollte man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass an der Börse das Positive meist klar überwiegt. Die Masse an Unternehmen meldet einfach öfter Umsatz- und Gewinnsteigerungen, Übernahmen oder erfolgreiche Produkteinführungen als Verluste oder Verkaufsrückgänge. Und unter dem Strich mehr Gutes als Schlechtes sorgt für langfristig steigende Aktienkurse.
Wer also an der Börse auf Dauer erfolgreich sein will, sollte vorsichtig mit seinem Nachrichtenkonsum umgehen. Sehr konkret wird da der amerikanische Professor Roy Baumeister, der eine 4:1-Regel empfiehlt, um das Phänomen des Negativity Bias auszuschalten: Für jede negative Nachricht unbedingt vier positive ins Gedächtnis rufen. Ich weiß nicht, ob dieser Baumeister heimlich unseren Stuttgarter Aktienbrief liest, aber im Prinzip ist es bei uns nicht anders: Wir blenden schlechte Nachrichten nicht aus, nennen aber auch regelmäßig die positiven Fakten – wieso und weshalb ein Unternehmen in zehn, zwanzig Jahren mehr wert sein dürfte als heute.
Langjährige Leser wissen, dass man an der Börse mit dem Hang zum Positiven auf Dauer einfach besser fährt. Wenn auch Sie Menschen kennen, die dringend an ihrer Negativ-Tendenz arbeiten sollten, oder die Sie generell von den langfristigen Möglichkeiten der Börse begeistern wollen, können Sie gerne einen der Gutscheine weitergeben, die in der kommenden Ausgabe Ausgabe beiliegen.
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