Newsletter 591 vom Dienstag, 29. November 2022

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Die 5 größten Psychofallen für Börsianer

 

Liebe Newsletter-Leserinnen und Leser,

in der Theorie klingt das Börsengeschäft gar nicht so kompliziert. Man kauft mit seinem Geld Aktien, hofft, dass sie steigen und schöne Dividenden zahlen und erhält so eine ordentliche Rendite auf sein Kapital. Doch Aktien sind nicht Wertpapiere wie Anleihen. Noch viel weniger sind sie zu vergleichen mit dem Sparbuch oder Festgeld. Sobald man Aktien hat, bleiben nur die wirklich abgebrühtesten Anleger wirklich cool. Alle anderen drohen ständig, von der Börse in ihren Bann gezogen zu werden und: die Vernunft zu verlieren. Wenn die Aktien durch die Decke gehen oder in den Abgrund stürzen. Wenn der Nachbar von seinem Gewinn schwärmt oder der Ehepartner über die Verluste wettert, wenn Quartalszahlen extrem schlecht ausfallen, die Zinsen überraschend erhöht werden, ein Krieg oder eine Krise hereinbricht – oder die Kurse einfach so machen, was sie wollen, dann sind wahrhaft gute Nerven gefragt. Und die hat nun mal nicht jeder.

Behavioral Finance oder auf Deutsch die Börsenpsychologie beschäftigt sich mit der Anlegerseele, die allzu oft irrationale Fehler macht oder sich zu Dingen verleiten lässt, die man sich hinterher bei klarem Kopf selbst nicht mehr erklären kann. Zumindest wenn eine Investition mal wieder schiefgegangen ist.

Psychofalle Nr. 1: Dauernd ins Depot zu starren
Ein großer Fehler ist es beispielsweise, dauernd ins Depot zu starren. Wer ständig sieht, dass seine Aktie fällt, verkauft vielleicht in Panik. Oder kauft unkontrolliert noch mehr dazu, nur, damit das prozentuale Minus kleiner erscheint. Auch wenn die Kurse durch die Decke schießen, werden die Anleger zu überstürztem Handeln hingerissen. Die einen verkaufen viel zu früh, weil sie ihre Gewinne sichern wollen. Die anderen kaufen ausgerechnet ihre Topaktie immer weiter zu, weil die so schön läuft. Bis diese Position dann so viel ausmacht, dass das ganze Depot von ihr abhängt. Und wenn die dann fällt, dann gute Nacht. Diese Gier und Angst sind es, die die Anleger zu vielen Fehlern verleiten. Wesentlich besser ist deshalb, nur ab und an ins Depot zu schauen, vor allem viele kurzfristige Schwankungen bekommt man dann oftmals gar nicht mit. Zum Beispiel, wenn nach schwachen Quartalszahlen der Kurs abgestürzt ist und kurz danach schon wieder eine Erholung läuft. Dann dürfte auch viel weniger Kommen und Gehen im Depot sein. Was ganz entscheidend für den Anlageerfolg ist. Denn das berühmte Hin und Her macht bekanntlich – Sie wissen es – die Taschen leer. Wer dauernd kauft und verkauft, muss auf seine Gewinne Steuern zahlen und Gebühren abdrücken, der sogenannte Zinseszins hingegen kann seine Wirkung nicht entfalten. Aktien einfach mal laufen lassen, über viele Jahre, das ist die Devise. 

Psychofalle Nr. 2: Die Kontrollillusion
Zu den gedanklichen Fehlern an der Börse gehört auch die Kontrollillusion. Ein Pilot, der sein Flugzeug in- und auswendig kennt, kann die Maschine in den allermeisten Fällen sicher kontrollieren. Aber wir Börsianer können so viele Informationen aufsaugen, wie wir wollen und nur eben können. Trotzdem können wir das Geschehen an den Finanzmärkten eben nicht kontrollieren. NIE kontrollieren!

Psychofalle Nr. 3: Mal will nicht lesen, dass man womöglich falsch entscheiden hat
Gefährlich sind darüber hinaus sogenannte Bestätigungsfehler. Viele Anleger suchen bevorzugt nach Informationen, die ihre einmal getroffene Anlageentscheidung und ihre Annahmen bestätigen. Gegenläufige Berichte werden ignoriert. Mal will nicht lesen, dass man womöglich falsch entscheiden hat. Oftmals wäre das aber sehr empfehlenswert.

Psychofalle Nr. 4: Heimatliebe
Ein Fehler ist auch der sogenannte Home Bias, die Heimatneigung. Auch wenn Patriotismus nicht schlecht sein muss, nach wie vor kaufen viel zu viele Börsianer viel zu viele Aktien aus ihrem eigenen Land oder gar ihrer Region beziehungsweise sogar von ihrem eigenen Arbeitgeber. Sie glauben, dass sie diese Aktien besser einschätzen können als etwa irgendeine amerikanische. Das Problem ist nur, dass dann das ganze Depot unter Druck gerät, wenn es in dem einen Land mal nicht so läuft. Und wenn man viele Aktien vom eigenen Arbeitgeber hat, und der dann womöglich pleitegeht, ist die Dramatik so richtig groß. Womöglich sind das Ersparte und der Arbeitsplatz gleichzeitig verloren. Schauen sie also über den Tellerrand und trauen Sie sich an Aktien aus anderen Ländern heran. Wichtig ist immer nur, dass die Qualität stimmt.

Psychofalle Nr. 5: Der Herdentrieb
Eine weitere große Falle an der Börse ist der Herdentrieb. Wenn alle vor einer Gefahr wegrennen, sagen wir einer Horde wildgewordener Nashörner, dann ist es sicher richtig, mit der Herde mitzurennen. Doch an der Börse ist es nicht selten ein großer Fehler, der Masse hinterherzulaufen. Als alle Welt vor gut 20 Jahren Neuer-Markt-Aktien gekauft hat, wollte am Schluss auch noch der eingefleischteste Sparbuchliebhaber am mühelosen Reichwerden teilhaben. Die Folgen sind bekannt. Auch letztes Jahr, als die überteuertsten Tech-Aktien immer höhergetrieben wurden, schien jede Vernunft ausgelöscht und die Leute kauften wie wild. Die Folgen sehen wir heute: Viele Titel haben 80, 90 Prozent an Wert verloren. Wenn die wildgewordene Börsianermeute die Kurse in die eine oder andere Richtung treibt ist es immer ratsam, erst einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Ist die Firma heute wirklich doppelt so viel oder auch halb so viel wert wie letzte Woche? Oder sind es nur die gierverblendeten oder angstgestörten Börsianer, die an der Börse durchdrehen? Besser ist es in jedem Fall, von vornherein in keine der beiden Richtungen extrem zu agieren, sondern so zu investieren, dass die Katastrophe eigentlich gar nicht erst eintreten kann. Dann wird man zwar vermutlich auch nicht in Kürze Millionär, aber eben auch nicht völlig mittellos.Viele Menschen trauen sich von vornherein nicht, an der Börse zu investieren, weil sie Angst vor Verlusten haben. Andere kaufen trotz ihrer Ängste, aber wenn es brenzlig wird, verlieren sie dann die Nerven und werfen selbst Toptitel zu Ausverkaufspreisen auf den Markt – und sind deswegen nicht erfolgreich. Wiederum andere leiden an übersteigertem Selbstbewusstsein und halten sich für die geborenen Aktienkoryphäen. Auch diese Gattung ist – anders als sie nach außen hin gern verkündet – selten überdurchschnittlich erfolgreich.

Wichtig ist deshalb, dass Sie mit Ihren Ängsten und Ihrer Gier bewusst umgehen, dass Sie sich klarmachen, dass diese Gefühle und Triebe in jedem von uns stecken.

Man muss sich also manchmal vor den Einflüssen von außen schützen, aber auch vor den Gefahren von innen. Man muss Fehler zugeben und korrigieren können. Man muss Leidensfähigkeit bei Aktien beweisen, die es wert sind, und am allerbesten, von vornherein einen Plan haben. 

Der Plan muss wie folgt lauten:
Mit erstklassigen Aktien ohne überhöhte Renditeerwartung
 langfristig eine vernünftige Rendite einzufahren.
 

Es muss von vornherein klar sein, dass schlechte Phasen kommen werden und Euphoriephasen, in denen alles steigt. Und die Marktrendite kann man nur einfahren, wenn man in beiden Phasen – und auch in den langweiligen dazwischen – stoisch investiert bleibt. Man muss seine guten Vorsätze also durchhalten – was natürlich nicht immer leicht ist. Ganz im Gegenteil. Aber wer aus Angst oder Gier oder auch aus dem Versuch heraus, besser zu sein als die Börse, mit seinen Aktien herumhantiert, wird am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich schlechter abschneiden als der Anleger, der die meiste Zeit über einfach nichts tut. 

Bleiben Sie an der Börse also immer demütig, gehen Sie von vornherein mit dem Gedanken an die Aktienanlage heran, dass Sie Fehler machen werden und einige Aktien viel schlechter laufen als erhofft. Auch Verluste gehören mal dazu. Aber wenn Sie vom Grundsatz her alles richtig machen und nicht der geborene Pechvogel sind, der immer genau vor einem Absturz Aktien kauft, dann werden Sie mit einem gut gemischten Depot auf Dauer erfolgreich sein.

Und mit diesem Wissen sollten Sie über dem Tagesgeschehen stehen und alle Turbulenzen – wie zum Beispiel die Finanzkrise, den Coronacrash oder auch schwache Phasen in der Zukunft aushalten können.

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In diesem Sinne,

herzliche Grüße aus dem Schwabenland

Ihr

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