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Die Bauchschmerzen von heute sind die Gewinne von morgen ...
Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,
die Rezession steht vor der Tür. Wirtschaftsminister Robert Habeck erwartet, dass die Wirtschaft nächstes Jahr schrumpft, und der Internationale Währungsfonds befürchtet sogar eine globale Rezession. Angesichts der abgestürzten Börsenkurse fallen diese Schlagzeilen auf fruchtbaren Boden und die Ängste der Menschen wachsen weiter. Ein amerikanischer Börsenexperte brachte die Stimmung auf den Punkt: „Jetzt hilft nur noch beten!“
Aber ist eine Rezession wirklich so schlimm, wie uns jetzt in den Medien weisgemacht wird? Schon in der Schule lernen wir doch, dass sich die Wirtschaft nicht absolut gleichförmig entwickelt, sondern in verschiedenen Phasen. Kurz gesagt: Es gibt ein Tief, den Aufschwung, Boom und dann die Rezession. Das heißt: Was uns jetzt als eine unglaubliche Bedrohung dargestellt wird, ist eine völlig normale Phase der Konjunktur. Ohne Frage, es ist sicherlich die unangenehmste Phase. Aber es ist in aller Regel auch die Phase, die im Vergleich relativ kurz ist. Und am wichtigsten: Die Rezession ist auch die Wirtschaftsphase, die den nächsten Aufschwung einläutet!
Jetzt höre ich die Kritiker mahnen: „Aber Herr Brandmaier, da sind ja auch noch der Ukrainekrieg und die Inflation. Dieses Mal ist alles anders!“ Richtig. So wie fast immer. 2008 standen wir vor einem weltweiten Finanzkollaps. Nach dem Jahrtausendwechsel rissen die geplatzte Internetblase und der Neue Markt alles nach unten und während des Golfkriegs 1990 lag ein Weltkrieg in der Luft. Alles schlimme Zeiten, immer unterschiedlich – aber eines war in allen Rezessionen immer gleich: Früher oder später haben die Kurse wieder nach oben gedreht und dann ging es meist rasant aufwärts.
Ob es mit den Aktien noch weiter nach unten geht oder Ende September bereits der Tiefpunkt war, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Meiner Meinung nach ist die Korrektur aber bereits weit fortgeschritten und mutige Börsianer können bei Qualitätsaktien wie Procter & Gamble, Essilor oder Stryker zugreifen. Anlegern, die einen langfristigen Anlagehorizont haben und Schwankungen verdauen können, dürften die Kurszuwächse der nächsten Jahre die Bauchschmerzen von heute wert sein. |