Newsletter 583 vom Mittwoch, 5. Oktober 2022

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Dividende? Wer braucht die? 

 

Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,

ich kann mich noch sehr gut an Zeiten erinnern, da haben Börsianer die Dividende kaum wahrgenommen. Auch ich nicht. Bei einigen Anlegern war sie sogar verpönt. Aktien waren für Kursgewinne da; für sichere Zinsen gab es Festverzinsliches. Gerade in diesen Zeiten wissen wir – Dividendenaktien bieten dermaßen viele Vorteile, dass man sie gar nicht hoch genug schätzen kann. So schrieb mir in diesen Tagen unser Leser Hannes W. dazu sehr treffend:

Mit dem Renteneintrittsalter in Sichtweite gewinnt die Dividende an Bedeutung. Den wer trennt sich schon gerne von seinen geliebten Qualitätstiteln. Und wenn es dann doch mal stürmisch wird, einfach zurücklehnen und tief durchatmen. Das nächste Hoch kommt bestimmt und bis dahin auf jeden Fall die Dividende. In diesem Sinne Daumen hoch aus Wolfsburg! Gruß Hannes W.

Und da hat er völlig recht! In schlechten Zeiten – wie wir diese gerade erleben – helfen Ausschüttungen vielen Anlegern, an ihren Aktien festzuhalten. Denn der regelmäßige Geldzufluss lindert ihre Leiden. Was aber viele gar nicht wissen:

Mit Dividendenaktien kann man sogar gleich zweifach profitieren. Durch Kurssteigerungen und durch die Ausschüttung. Und während man Kursgewinne erst beim Verkauf realisiert, fließt die Gewinnbeteiligung auch zwischendurch. Wer will, kann die Dividenden auch sofort wieder in Aktien reinvestieren – profitieren durch Zinseszins. Weiter geht’s: Die Dividendenrenditen vieler Aktien liegen heute deutlich über den Zinsen, die Sie bei Banken kassieren können.

 

Darüber hinaus sind Unternehmen, die Dividenden zahlen, sicherer; das ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen! (siehe Grafik) Die Vorstände heben weniger schnell ab und investieren nicht so größenwahnsinnig in Protzprojekte. Denn sie wissen, dass sie die Einnahmen nicht verprassen können, sondern einen Teil davon an die Anleger zahlen müssen. Einige unserer Wachstumswerte haben selbst in Krisenzeiten die Dividenden stabil gehalten oder sogar noch weiter gesteigert.

Ein weiterer Vorteil von Dividendenaktien: Als Aktionär vermeiden Sie von vornherein die Investition in unprofitable Firmen, die sich keine Dividende leisten können – und sich oft genug als Rohrkrepierer erweisen.

Eine gewaltige Langfristwirkung entfalten zudem die Dividendensteigerungen. Wer dauerhaft investiert, erhält bei manchen ausschüttungsstarken Aktien nach 20 Jahren die Hälfte des Einsatzes als Dividende. Einmal 10.000 Euro eingezahlt und daraus 5.000 Euro als Dividende – pro Jahr wohl­gemerkt! Einige Leser haben mir geschrieben, dass ihre persönliche Dividendenrendite schon bei 100 Prozent liegt! Kursschwankungen oder Korrekturen wie aktuell sind diesen Lesern fast egal. Mir bei einer meiner meiner Lieblingsaktien Procter & Gamble übrigens auch. 

Gerade für jüngere Anleger sind Dividenden­steigerungen eminent wichtig. Schon 2030 erhalten neue Rentner nur noch 43 Prozent ihres letzten durchschnittlichen Nettolohns als Rente. Gar nicht auszudenken, was denen blüht, die erst ab 2040 oder 2050 ihren Ruhestand genießen möchten. Dividendenaktien können dafür sorgen, dass man dann überhaupt noch vernünftig leben kann. Je mehr man davon hat, desto besser..

Entscheidend ist letztendlich die Auswahl der richtigen Aktien. Setzen Sie auf Unternehmen, mit denen Sie durch dick und dünn gehen können. Und bitte betrachten Sie unsere Wachstumsaktien (4 und 5 Diamantentitel) nicht als Spekulationsobjekte, deren Marktwert tagtäglich hin und her schwankt – sondern als Sachwerte bei denen meist auch noch während man diese besitzt eine gute Dividende hinzukommt, gedeiht und wächst!

Schmökern Sie doch im neuen DividendenBündel durch meine Auswahl von Dividendenaktien – und vielleicht findet dann die ein oder andere auch den Weg in Ihr Depot! Also, worauf warten?

In diesem Sinne, 

Herzliche Grüße aus dem Schwabenland 

Ihr

Joachim Brandmaier und das gesamte Team des Stuttgarter Aktienbriefs

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