Newsletter vom Samstag, 24. September 2022

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Joachim Brandmaier (60): "Am besten ist es, bei der Aktienanlage langfristig zu denken. Wem das nicht so gut gelingt, der sollte sich ein solides Depot aufbauen und dann gar nicht mehr denken …“

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Wo steht der Dow Jones in 30 Jahren?

Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,

das Jahr 2022 war für Börsianer bisher nicht gerade prickelnd. Ganz im Gegenteil: Es gehört zweifellos in die Kategorie der schlechtesten Jahre. Der Dow Jones hat bisher 15 Prozent verloren, der S&P 500 und auch der deutsche DAX rund 20 Prozent. Die Gründe für die Entwicklung sind vielschichtig. Sie reichen vom Krieg und den steigenden Energiepreisen über allgemeine Inflation und höhere Lohnkosten bis hin zu Lieferkettenproblemen, steigenden Zinsen und schwächerem Wirtschaftswachstum. Und die Aufzählung ließe sich zweifellos weiter fortsetzen. Kurzum: Das Umfeld für Aktien ist momentan nicht gerade rosig. Kurzfristspekulanten muss das ernsthafte Sorgen bereiten. Vor allem, wenn sie womöglich mit Krediten auf spekulative Aktien gewettet haben. 

Als Wachstumsstratege hingegen sollte man ein wenig über der aktuellen Entwicklung stehen. Natürlich sind auch wir von Tagesschwankungen und erst recht schwachen Jahren betroffen. Aber: Auch schwache Jahre gehören an der Börse einfach dazu. Statistisch schließen die Aktienmärkte sogar 30 Prozent aller Jahre im Minus ab. Dass wir in der jüngeren Vergangenheit so wenig schlechte Jahre erlebt haben, ist also nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Und eben weil das so ist, sind wir umso überzeugtere Daueranleger. Denn je länger man an der Börse investiert, desto unwichtiger werden einzelne schwächere Jahre.

Werfen wir dazu einen Blick auf den Dow Jones:
In den letzten 30 Jahren haben wir bekanntlich nicht nur eine Krise erlebt, nicht nur ein schwaches Jahr. Enthalten sind in diesem Zeitraum beispielsweise die geplatzte Internetblase um den Jahrtausendwechsel, die Finanz- und Eurokrise oder auch der Coronacrash. Es gab also schon sehr ordentliche Angstmacher und scheinbare Gründe, sich von seinen Aktien zu trennen. Und ganz nebenbei traten zwischendurch auch etliche störende Ereignisse auf, die viele heute schon fast wieder vergessen haben wie etwa die Jahr-2000-Umstellung, Vogelgrippe, SARS und Rinderwahn oder auch die Terroranschläge, Tschernobyl und Fukushima.

Aber war es deshalb ein Fehler, Aktien zu besitzen?
Ganz im Gegenteil! Der größte Fehler wäre es gewesen, wegen solcher Vorkommnisse oder gar der Angst davor, dass mal was passieren kann, keine Aktien zu kaufen oder sogar seine Papiere zu verkaufen. Zum einen werfen viele Aktien schließlich auch in schwächeren Jahren verlässliche Dividenden ab. Aber natürlich reicht uns Wachstumsstrategen das nicht aus. Wir wollen schon noch ein bisschen mehr als „nur“ Dividenden kassieren. In erster Linie sollte der Kurs auf Dauer von links unten nach rechts oben marschieren. Und das haben die meisten Vier- und Fünf-Diamanten-Werte in den letzten Jahrzehnten auch bravourös geschafft.

Was rate ich gerade den aufgeregten Neulingen an der Börse?
Im Grunde genommen immer dasselbe: Wenn Sie sich eine Aktie einer Firma gekauft haben, dann sind Sie Miteigentümer an dieser Firma. Und damit haben Sie auch Anspruch auf den jährlichen Gewinn. Der Gewinn den eine Firma macht wird jedes Jahr anteilig an die Aktionäre ausbezahlt. Das ist die Dividende. Daher sollten Sie sich vor einem Verkauf immer fragen, ob die Firma auch in Zukunft ihre Produkte verkaufen wird. Und wenn ja, eher mehr oder weniger?  Solange Gewinne gemacht werden, bekommen Sie weiterhin Ihre Dividenden. Die Börse hat in den letzten 100 Jahren schon so viele Krisen überlebt und die Aktienkurse waren dennoch im Schnitt jedes Jahr höher als vorher. Ich habe daher keinen Zweifel, dass die Welt die Ukraine Krise überleben wird, genauso wie Corona, Zinsentscheidungen, Inflation, hohe Rohstoffpreise und viele viele weitere politische Veränderungen. 

Solange sich die Menschen auf der Erde jedes Jahr vermehren, ist mir um unsere Wachstumswerte und deren Produkte nicht bange.

Entwicklung der Menschheit weltweit

1950          3 Milliarden
1980          5 Milliarden
2000          6 Miliarden
2020          8 Milliarden
2060         10 Milliarden

Immer mehr Menschen brauchen mehr Essen und Trinken von den Nahrungsproduzenten, mehr Pillen der Pharmafirmen, mehr Energie von den Versorgern aber auch mehr künstliche Hüftgelenke oder Herzschrittmacher und natürlich auch mehr Computer. Daher würde mir nicht mal im Schlaf einfallen, als Miteigentümer von Weltfirmen meine Anteile an andere Anleger zu verkaufen. Solche Beteiligungen werden höchsten mal vererbt. Die "Hartgesottenen" im Börsengeschäft übernehmen in solchen Zeiten Aktien von den "Zittrigen"  die bei jeder Krise das Ende der Welt sehen.

Gerade die Indizes untermauern die These, dass buy and hold – also kaufen und halten – auf lange Sicht eine erstklassige Börsenstrategie ist: Der oben abgebildete Dow Jones beispielsweise ist in den letzten 30 Jahren, von 1992 bis 2022, von 3.300 bis heute auf rund 30.000 Punkte gestiegen. Trotz aller Krisen, Kriege und Katastrophen hat er sich also nahezu verzehnfacht. Das ergibt im Schnitt in den letzten 30 Jahren rund acht Prozent pro Jahr. Und da sind die Dividenden noch nicht einmal eingerechnet.

Wenn wir also davon ausgehen, dass es in Zukunft ähnlich viele Probleme gibt wie in der Vergangenheit, könnte man auch vermuten, dass die Aktien in einem ähnlich flotten Tempo weitersteigen.

Wir als konservative Stuttgarter Wachstumsstrategen haben aber auch gern ein kleines Sicherheitspolster. Wenn wir also jetzt mal nicht gleich mit acht Prozent rechnen (oder gar noch mehr, was ja auch sein könnte), dann nehmen wir doch einfach mal nur sieben Prozent. Rein rechnerisch würde der Dow Jones dann vom aktuellen Stand in 18 Jahren die Marke von 100.000 Punkten überschreiten. Ich wiederhole: 100.000! In 30 Jahren steht der Dow demnach bei sage und schreibe 234.000 Zählern. Also sicher nicht punktgenau, aber theoretisch eben rund 200.000 Punkte mehr als jetzt.

Und als unterhaltsame Krönung ganz nebenbei: W E N N  es nicht ein Prozent langsamer als bisher weitergeht, sondern ein Prozent schneller, sprich mit 9 Prozent pro Jahr, erreicht der Dow in 30 Jahren ungefähr eine Million Punkte …

Zugegeben, das alles klingt aus heutiger Sicht fantastisch bis utopisch. Aber wenn Sie vor 30 Jahren einem Anleger gesagt hätten, dass der Dow von 3.300 auf mehr als 30.000 Punkte steigt, dann hätte das für den genauso unwahrscheinlich geklungen. Ist aber Realität. Nun, an der Börse weiß man natürlich nie, was als Nächstes passiert. Schon am Montag kann irgendein unvorhergesehenes Ereignis einen üblen Crash auslösen. Das hat uns zum Beispiel Corona eindrucksvoll vor Augen geführt oder auch der Ukrainekrieg. Aber die meiste Zeit kommt es eben NICHT zum Crash. Die meiste Zeit steigen die Kurse guter Aktien. Und deshalb sind auch jetzt die Perspektiven gut – wenn man nicht nur auf die nächsten Monate oder auch auf ein ganzes Jahr schaut, sondern wirklich langfristig denkt.

Und wenn man so denkt, dann sind vorübergehend fallende Börsen auch kein großes Problem mehr, im Gegenteil. Dann bietet sich sogar die Chance – vorausgesetzt man hat freie Gelder –, noch mal tiefer nachzukaufen und seine Performance sogar zu verbessern. Insgesamt wird der Weg nach oben sicher nicht einfach, sondern wie üblich eher steinig. Immer wieder wird es auch bei den besten Aktien Rückschläge geben. Aber die gab es auch schon in der Vergangenheit.

Langfristig hat die Börse trotzdem immer neue Höhen erklommen. 
Und wenn der Dow Jones in 30 Jahren nicht bei 234.000 Punkten steht, sondern vielleicht in Anführungszeichen „nur“ bei 200.000 oder kläglichen 134.000 Punkten, können wir das wahrscheinlich auch ganz gut verkraften … 

Großes Kompliment wer diesen ganzen Text bis hierher gelesen hat!!

Viel Erfolg weiterhin wünscht Ihnen Ihr Wachstums-Stratege

 

Joachim Brandmaier und das gesamte Team des Stuttgarter Aktienbriefs

Aktuelle Leserbriefe:

Nicht vom aktuellen Tagesgeschehen beeinflussen lassen!
Liebes Boerse-aktuell Team,
sehr gern möchte ich auch weiter Euer Kunde bleiben und möchte hiermit meine Abo-Verlängerung bekanntgeben. Alle zwei Wochen freue ich mich auf Eure neuen Inspirationen in meinem Briefkasten. Gerade in der turbulenten Zeit, die wir erleben ist es wunderbar immer wieder daran erinnert zu werden das Investieren eher ein Marathon als ein Sprint ist. Das der Erfolg ganz entscheidend davon abhängt das man dabei bleibt und sich nicht vom tagesaktuellen Geschehen beeinflussen lässt dabei helft Ihr mir durch Eure Beiträge auf der Homepage und alle zwei Wochen mit dem Stuttgarter Aktiennrief. Macht weiter so! Liebe Grüße aus Radebeul bei Dresden, Dirk B. 

Ich bewundere ihre schwäbische Gelassenheit ..
Gerne möchte ich mein Börse-Aktuell Abo weiter verlängern. Machen Sie einfach so weiter, Sie sind eine der wenigen Konstanten am Börsengeschehen und bringen das Thema Börse, das unendlich weit ist, sehr toll rüber, so dass es ich und viele andere besser verstehen. Auch bewundere ich Ihre schwäbische Gelassenheit, gerade aktuell, nachdem wir vor wirtschaftlich sicher nicht leichten Zeiten stehen. DANKE für alles und machen Sie mit Ihrem Team einfach so weiter wie bisher… Herzliche Grüße aus Niederbayern, Sepp S.

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Schreiben Sie  mir doch bitte persönlich ...
Sollten Sie am Wochenende etwas Zeit finden mir zu schreiben - ich würde mich sehr darüber freuen! Wie läuft es bei Ihnen mit Ihren Aktien? Mal ehrlich - sind Sie zu 100 Prozent strategietreu oder wird doch auch mal mehr spekuliert? Wie sind Ihre langfristigen Erfahrungen gerade in Krisenzeiten? Gerne auch Fragen, Anregungen aber auch Kritik, bitte hier an den Chef persönlich --- > Mail an Joachim Brandmaier ...

 

Was gibt es sonst aktuelles in Stuttgart?

Die meist gestelltesten Fragen an unser Team in diesen Tagen:
Fragen zum Ukrainekrieg, zur Inflation, zu den steigenden Zinsen gibt es einige, aber Dauerthema am Telefon und per Email sind die extrem anziehenden Energiepreise. Mein Rat: Anstatt sich über steigende Energiepreise zu ärgern, sollte man darüber nachdenken, wer eigentlich von der gigantisch ansteigenden Energienachfrage profitiert. Richtig – die großen Energiekonzerne! Legen Sie sich einfach ein paar Energieaktien in Ihr Depot. Was dann auf der einen Seite für Ihre Energiekosten aus der Haushaltskasse hinausfließt, kommt in Form von  Kursgewinnen und auch Dividenden bei Ihren Energieaktien wieder rein. 

So habe ich das schon vor über 20 Jahren als frisch gebackener Familienvater gemacht. Was mich die Tausende von Windeln gekostet haben, habe ich mit meiner Investition beim Hersteller, der „Pampers-Aktie“ Procter & Gamble, gleich wieder reingeholt. Kosten für Windeln habe ich übrigens schon lange nicht mehr, aber die Kursgewinne und jedes Jahr sogar steigende Dividendenausschüttungen bis heute! 

Welche Energietitel kann man jetzt noch kaufen?
Welche Aktien aus der Energiebranche sind schon zu stark gestiegen? Welche haben noch das größte Aufholpotenzial? Eher auf die traditionellen Anbieter wie Exxon, BHP oder Royal Dutch setzen oder besser in die moderneren Vertreter der Zunft wie NextEra und Nibe investieren? Können es sich über kurz oder lang die großen Energiekonzerne überhaupt noch leisten, nicht umweltfreundlich und nachhaltig zu wirtschaften?

Welche Energietitel gehören zu unseren Wachstumswerten? Welche nicht? Welche Energiekonzerne haben sich bereits an die veränderten Umweltbedingungen angepasst? Welche sind in vollen Zügen dabei umzustellen? Was tun mit RWE und E.ON? Haben die die Energiewende geschafft? Welche Energietitel gehören zu unseren Wachstumswerten? Welche nicht?

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