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Solange sich die Menschen auf der Erde jedes Jahr vermehren, ist mir um unsere Wachstumswerte und deren Produkte nicht bange.
Entwicklung der Menschheit weltweit
1950 3 Milliarden 1980 5 Milliarden 2000 6 Miliarden 2020 8 Milliarden 2060 10 Milliarden
Immer mehr Menschen brauchen mehr Essen und Trinken von den Nahrungsproduzenten, mehr Pillen der Pharmafirmen, mehr Energie von den Versorgern aber auch mehr künstliche Hüftgelenke oder Herzschrittmacher und natürlich auch mehr Computer. Daher würde mir nicht mal im Schlaf einfallen, als Miteigentümer von Weltfirmen meine Anteile an andere Anleger zu verkaufen. Solche Beteiligungen werden höchsten mal vererbt. Die "Hartgesottenen" im Börsengeschäft übernehmen in solchen Zeiten Aktien von den "Zittrigen" die bei jeder Krise das Ende der Welt sehen.
Gerade die Indizes untermauern die These, dass buy and hold – also kaufen und halten – auf lange Sicht eine erstklassige Börsenstrategie ist: Der oben abgebildete Dow Jones beispielsweise ist in den letzten 30 Jahren, von 1992 bis 2022, von 3.300 bis heute auf rund 30.000 Punkte gestiegen. Trotz aller Krisen, Kriege und Katastrophen hat er sich also nahezu verzehnfacht. Das ergibt im Schnitt in den letzten 30 Jahren rund acht Prozent pro Jahr. Und da sind die Dividenden noch nicht einmal eingerechnet.
Wenn wir also davon ausgehen, dass es in Zukunft ähnlich viele Probleme gibt wie in der Vergangenheit, könnte man auch vermuten, dass die Aktien in einem ähnlich flotten Tempo weitersteigen.
Wir als konservative Stuttgarter Wachstumsstrategen haben aber auch gern ein kleines Sicherheitspolster. Wenn wir also jetzt mal nicht gleich mit acht Prozent rechnen (oder gar noch mehr, was ja auch sein könnte), dann nehmen wir doch einfach mal nur sieben Prozent. Rein rechnerisch würde der Dow Jones dann vom aktuellen Stand in 18 Jahren die Marke von 100.000 Punkten überschreiten. Ich wiederhole: 100.000! In 30 Jahren steht der Dow demnach bei sage und schreibe 234.000 Zählern. Also sicher nicht punktgenau, aber theoretisch eben rund 200.000 Punkte mehr als jetzt.
Und als unterhaltsame Krönung ganz nebenbei: W E N N es nicht ein Prozent langsamer als bisher weitergeht, sondern ein Prozent schneller, sprich mit 9 Prozent pro Jahr, erreicht der Dow in 30 Jahren ungefähr eine Million Punkte …
Zugegeben, das alles klingt aus heutiger Sicht fantastisch bis utopisch. Aber wenn Sie vor 30 Jahren einem Anleger gesagt hätten, dass der Dow von 3.300 auf mehr als 30.000 Punkte steigt, dann hätte das für den genauso unwahrscheinlich geklungen. Ist aber Realität. Nun, an der Börse weiß man natürlich nie, was als Nächstes passiert. Schon am Montag kann irgendein unvorhergesehenes Ereignis einen üblen Crash auslösen. Das hat uns zum Beispiel Corona eindrucksvoll vor Augen geführt oder auch der Ukrainekrieg. Aber die meiste Zeit kommt es eben NICHT zum Crash. Die meiste Zeit steigen die Kurse guter Aktien. Und deshalb sind auch jetzt die Perspektiven gut – wenn man nicht nur auf die nächsten Monate oder auch auf ein ganzes Jahr schaut, sondern wirklich langfristig denkt.
Und wenn man so denkt, dann sind vorübergehend fallende Börsen auch kein großes Problem mehr, im Gegenteil. Dann bietet sich sogar die Chance – vorausgesetzt man hat freie Gelder –, noch mal tiefer nachzukaufen und seine Performance sogar zu verbessern. Insgesamt wird der Weg nach oben sicher nicht einfach, sondern wie üblich eher steinig. Immer wieder wird es auch bei den besten Aktien Rückschläge geben. Aber die gab es auch schon in der Vergangenheit.
Langfristig hat die Börse trotzdem immer neue Höhen erklommen. Und wenn der Dow Jones in 30 Jahren nicht bei 234.000 Punkten steht, sondern vielleicht in Anführungszeichen „nur“ bei 200.000 oder kläglichen 134.000 Punkten, können wir das wahrscheinlich auch ganz gut verkraften …
Großes Kompliment wer diesen ganzen Text bis hierher gelesen hat!!
Viel Erfolg weiterhin wünscht Ihnen Ihr Wachstums-Stratege
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