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Schauen Sie sich bitte mal diesen Kusverlauf an! Bisher hat die Börse noch jeden Rückschlag aufgeholt und es folgten immer neue Höchstkurse. Manchmal geht so eine Erholung rasend schnell, wie im letzten Jahr, manchmal dauert es aber gefühlte Ewigkeiten. Ich denke da nur an meine (einst provokante) Prognose „Dow Jones 20.000“, die ich irgendwann um die Jahrtausendwende aufgestellt hatte – damals hatte das amerikanische Börsenbarometer gerade erst die 10.000 geknackt und 20.000 klang für viele völlig utopisch. So mancher Leser hielt mich für übergeschnappt, und was habe ich nicht alles an Kritik dafür einstecken müssen. Eines Tages wurden die 20.000 dann aber doch wahr – und wo stehen wir heute? Sie wissen es: bei über 35.000 Punkten.
Der geht auch noch auf 100.000! Vor drei Jahren auf unserer Vortragstour hatte ich mein Ziel für den Dow Jones auf 40.000 aufgestockt. Damals gab‘s im Saal vor allem wieder erstaunte Gesichter – jetzt sind wir nicht mehr weit davon entfernt. Ja, so ist die Börse eben: 1999 klangen 20.000 im Dow Jones verrückt, heute klingen 40.000 schon gar nicht mehr so viel. Den Menschen spielt da einfach immer die Psyche einen Streich. Viele denken: Die Kurse stehen so hoch wie nie zuvor, also kann es nicht mehr viel weiter raufgehen. Dabei ist es für die Börse ganz normal, langfristig immer neue Höchststände zu erobern.
Ich bin deshalb felsenfest überzeugt: Früher oder später werden wir im Dow Jones auch die 50.000 und eines Tages sogar die 100.000 Punkte sehen! Das ist einfach simple Mathematik. Langfristig steigt der Dow im Schnitt – konservativ gerechnet – um etwa sieben Prozent pro Jahr. Klettert er in diesem Tempo weiter, stehen wir in zehn Jahren bei über 70.000 und in 20 Jahren bei fast 140.000. Das klingt heute völlig verrückt, ich weiß. Und letztlich hält sich der Dow auch selten an sein Durchschnittstempo; mal geht es schneller rauf, mal dauert‘s länger. Aber dass es auf Dauer weiter nach oben geht, das ist für mich fast so sicher wie das Amen in der Kirche.
Warum? Weil wir immer mehr Menschen auf dem Erdball werden – pro Jahr kommen über 80 Millionen hinzu. Und alle wollen essen, trinken, brauchen Medizin, nutzen irgendwann Computer und, und, und. Gleichzeitig werden die Unternehmen nicht damit aufhören, nach Lösungen für Probleme zu suchen oder Produkte zu entwickeln, die die Menschen dringend brauchen oder zumindest haben möchten. Produkte, die ihnen das Leben einfacher oder lebenswerter machen. All das wird immer gefragt sein. Ich könnte hier endlos weitermachen – denn Wachstum, Neugier und Fortschritt liegen meiner Meinung nach einfach in der Natur des Menschen.
In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und einen erfolgreichen Start in die neue Woche und bleiben Sie bitte gesund -
Herzliche Grüße aus dem Schwabenland, Ihr |