Newsletter vom Sonntag, 7. März 2021

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Dieter Beck: Herr Brandmaier, einer Ihrer Leitsätze lautet: Es ist nicht wichtig, wann man kauft, sondern was man kauft. Galt dies auch 2020?

Brandmaier: Natürlich ist es kurzfristig ein Unterschied, ob man letztes Jahr zum Höchstkurs vor dem Coronacrash gekauft hat oder zum Tiefstkurs danach. Aber wann exakt wir uns an einem Höchstkurs befinden und wann an einem Tief, das wissen wir ja immer erst hinterher. Wer langfristig an der Börse Erfolg haben will, der macht seine Gewinne nicht damit, dass er versucht Kursschwankungen auszunutzen, sondern damit, dass er diese langfristig auch aushält! Nur so profitiert man von der ganz langfristigen Entwicklung der Börsen nach oben. Wer kurz vor dem dramatischen Kurseinbruch in der Finanzkrise 2009 zu Höchstkursen und damit aus damaliger Sicht zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt eingestiegen ist, für den ist dieser damalige Einstieg (wenn er seinen Aktien treu geblieben ist) aus heutiger Sicht das Geschäft seines Lebens.

Dieter Beck: Immer mehr jüngere Anleger, so mein Eindruck, finden das „was man kauft“ aktuell vor allem in „Zockeraktien“. Welchen Ratschlag haben Sie für die Newcomer an der Börse?

Brandmaier: Das war auch schon vor 35 Jahren so. Ich selbst war in jungen Jahren bei uns im Hause sogar der Options-Spezialist! Das ist völlig normal. Man muss erst einmal Lehrgeld bezahlen. Schlimm wird es nur, wenn man im Laufe des Lebens diese Zockermentalität nicht ablegen kann. Ich kann den Börsenanfängern aber auch den alten Hasen nicht oft genug erklären: An der Börse wird absolut überschätzt, was kurzfristig möglich ist und leider völlig unterschätzt, wie zwar langsam aber gewaltig sich  die Gewinne langfristig aufbauen. 

Dieter Beck: An den Märkten herrscht eine wahre Goldgräberstimmung, was das Aufspüren neuer Wachstumswerte angeht. Wachstum oder Value, wohin geht die Reise?

Brandmaier: Value ist für mich nicht das gelbe vom Ei. Es gibt Aktientitel, die steigen schon seit 30 Jahren kontinuierlich und waren aber jedes Jahr im Grunde überbewertet. Und es gibt nach dem Value-Prinzip auch völlig unterbewertete Titel, die aber 10 Jahre und länger unterbewertet bleiben und im Kurs eben dann so dahin dümpeln. Da kann ich mich mit dem Wachstum schon eher anfreunden. Was für mich aber in erster Linie zählt, ist meine „schwäbische Linealmethode“. Einfach unter einen langfristigen Kursverlauf einer Aktie ein Lineal legen und wenn dieses dann nach oben zeigt ist das zwar noch lange keine Garantie für die künftige Kursentwicklung, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, das es sich um ein solides Unternehmen handelt. Da stimmt dann auch das jahrzehntelange zuverlässige Wachstum, das Produkt, die Marktpositionierung und auch die Aussichten auch künftig Umsatz und Gewinn zu steigern. 

Dieter Beck: Zum Abschluss bitte noch Ihre Einschätzung: Passt die Börsenentwicklung noch zur wirtschaftlichen Situation oder sind Aktien inzwischen zu teuer? 

Brandmaier: Zu teuer? Im Vergleich zu was? Im Vergleich zu wann? Als ich vor 35 Jahren mit Aktien anfing stand der Dow Jones Index bei 1.000 Punkten. Da war dann 2.000 Punkte schon sehr teuer. Aus damaliger Sicht. Heute sind wir bei deutlich über 30.000 Punkten. Wenn wir in weiteren 10 Jahren vielleicht bei 60.000 Punkten stehen, sind die 30.000 wieder preiswert? Alles sehr relativ. Für mich spielt bei guten Qualitätswerten schon lange nicht mehr die Höhe des Aktienkurses eine Rolle, sondern viel mehr die Stückzahl, die ich davon besitze. Und die soll im Laufe des Lebens möglichst hoch sein.

So, Herr Beck, das war jetzt doch sehr viel Theorie - zum Glück wissen unsere treuen Leser spätestens nach dem Atlas aller unserer 87 Wachstumsaktien bei welchen Titeln ganz konkret es aus meiner Sicht auch wirklich Sinn macht, langfristig die Treue zu halten.

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