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Jetzt stellen viele Börsenneulinge sich bereits wieder die Frage: "Sind die Aktien jetzt schon nicht wieder viel zu teuer, Herr Brandmaier?" Meist bekomme ich zu hören "Ich kaufe erst wieder nach einem Rückschlag, wenn es so richtig kracht - gerade der letzte Rückschlag durch Corona hat doch gezeigt, wie wichtig es ist, nicht jeden Tag zu kaufen, sondern nur dann, wenn Aktien gefallen sind ..."
Recht haben die Kritiker, aber eben immer nur im Nachhinein. Und da sind wir beim Punkt: Lesen Sie bitte folgende Zeilen mehrmals durch, die sind soooo wichtig - ich kann mich nicht oft genug wiederholen: Hinterher ist man immer schlauer, aber woher soll man im Vorfeld wissen, wann exakt ein Rückschlag kommt und auch in welcher Größenordnung? Wir wissen es eben nicht. Wie unsere Leser wissen, ich prognostiziere immer Rückschläge - aber immer mit dem Hinweis, dass ich nicht weiß wann dieser kommt. Und das "wann" ist im wahrsten Sinne des Wortes der entscheidende Punkt, warum es doch viel besser ist jeden Tag Aktien zu kaufen, als auf einen Rückschlag zu warten.
Weil eben während des Wartens auf einen Rückschlag die Börse uns nicht den Gefallen tut und auf unseren Einstieg wartet, also aufhört zu steigen und so nett ist, auf dem aktuellen Niveau bis zum nächsten Rückschlag stehen zu bleiben!
Dazu ein ganz wichtiges und praktisches Beispiel: Selbst wenn ein größerer Rückschlag im Dow Jones von sagen wir mal 5.000 Punkten käme, was ist wenn dieser nicht morgen, sondern erst in einem Jahr stattfindet? Was machen Sie dann mit Ihrem Wunsch preiswerter einzusteigen, wenn der Dow bis dahin erst einmal auf 37.000 Punkte gestiegen ist? Ein Rückschlag von 5.000 Punkten zwänge dann den Dow zwar dann auf 32.000 Punkte zurück. Was ihn aber für Sie nicht "preiswerter" als heute machen würde. Er stünde trotz deutlichem Rückschlag von 5.000 Punkte immer noch 1.000 Punkte höher als der heutige Stand von 31.000 Punkten. Sie müssten also trotz Ihrem erwarteten Rückschlag zu höheren Kursen kaufen ...
Unsere Leser ist diese einfache Tatsache bewusst, aber viele Neulinge an der Börse bedenken diesen wichtigen Punkt einfach nicht. Die Börse bleibt während des Wartens auf einen Rückschlag nicht einfach stehen!
Und viele Anfänger vergessen auch immer wieder, selbst wenn dann ein stärkerer Rückschlag kommt, wird oft auch nicht mehr gekauft, sondern viel eher verkauft. Denn an der Börse ist es mit den Preise anders wie beim MediaMarkt. Bei tiefen Kursen herrscht an der Börse Panik, vergessen Sie das bitte nicht.
Deshalb mache ich meine Kaufentscheidung schon lange nicht mehr abhängig von einem Index-Stand oder Zeitpunkt, sondern von der Qualität des Unternehmens, dass ich kaufen will.
Wichtig bei uns ist nicht, wann man kauft, sondern was man kauft! Mit einem vernünftig gestreuten Qualitätsaktiendepot und einer großen Portion Disziplin und vor allem Durchhaltevermögen sind die meisten unserer Leser sehr gut nicht nur durch die Corona-Krise, sondern durch alle Krisen gekommen.
Unsere Strategie funktioniert natürlich nur mit erstklassigen Wachstumsaktien: Was nützt es denn, getreu unserer Wachstumsstrategie über Jahre hinweg eisern an Aktientiteln festzuhalten, wenn es am Schluss die ausgewählten (bei vielen Börsenanfängern oft spekulativen) Aktien gar nicht mehr auf dem Kurszettel gibt? Ganz klar, meine Strategie funktioniert nur mit erstklassigen Wachstumsaktien, die einen sehr hohen Zuverlässigkeits-Indikator aufweisen. Gerade solche Titel zahlen und steigern meist seit Jahrzehnten Dividenden. Von weltweit rund 100.000 an der Börse gehandelten Unternehmen verdienen aus meiner Sicht derzeit lediglich 86 Papiere mein Prädikat „Wachstumswert mit hohem Zuverlässigkeits-Indikator“. Alles Aktien, die im Kursverlauf - kurzfristig oft sehr wohl unter starken Schwankungen – aber eben langfristig nur eine Richtung kennen: nach oben!
Um welche Titel es sich genau handelt, erfahren natürlich unsere Leser nicht nur im Stuttgarter Aktienbrief, sondern auch hier auf unseren Internetseiten im Bereich nur für Leser.
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