Newsletter Nr. 711 - vom Dienstag, 16. September 2025

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Haben Sie etwas gegen Tech-Aktien?

 

Liebe Newsletter-Leserinnen und Leser,

„haben Sie etwas gegen Tech-Aktien?“ – werde ich ab und zu von unseren Lesern gefragt. Es ist wohl der Eindruck enstanden, dass der Brandmaier eher auf Konsum- und Gesundheitsaktien setzt. Vor 25 Jahren, als die Internetblase geplatzt war, hätte ich noch so argumentiert. 

Bei Tech-Werten ist heutzutage aber nicht die Branche selbst das Risiko, sondern wenn man auf kleine Klitschen setzt oder auf Aktien, die heillos überteuert sind und nur von der Fantasie leben. Sicherlich, auch unsere großen Tech-Konzerne neigen zu stärkeren Schwankungen im Kurs, aber anders als vor einem Vierteljahrhundert sind sie heute finanziell bestens ausgestattet. 

Aus meiner heutigen Sicht ist das Leben ohne Technologie nicht mehr vorstellbar. Technik ist heute fast so etwas wie ein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken. Und das wird sich auch nicht mehr ändern. Ohne Computer und sonstige Technik kann wahrscheinlich kein einziges Unternehmen mehr irgendwas produzieren, Rohstoffe ordern, Maschinen steuern, Kundendaten verwalten, Anträge stellen, Rechnungen schreiben, Gehälter überweisen … 

Und deshalb gehören Hightech-Werte selbstverständlich ins Depot. Allerdings – und das gilt wie eh und je: nur erstklassige Qualitätswerte und in einem vernünftigen Maß, denn auch diese Branche wird irgendwann mal wieder durchhängen. 

 

Microsoft - was für ein Kursverlauf. Nahezu 15 Jahre lang eine Seitwärtsbewegung. Ein gutes Beispiel dafür, dass sich auch extrem lange Geduld bei Wachstumswerten irgendwann ausbezahlt macht. Im Jahr 2000 notierte Microsoft bei rund 50 Euro, danach die Seitwärtsbewegung bis ins Jahr 2015. Um dann endlich von 50 Euro auf über 400 Euro zu steigen. Keine Frage, die Aktie bleibt für uns ein Basisinvestment im Tech-Bereich! 

Oracle - langfristig eindeutig ein Kursverlauf wie es sich für einen Wachstumwert a la Stuttgarter Aktienbrief gehört. Allerdings typisch für Tech-Aktien - mitunter hohe Schwankungen, die man nicht ausnutzen, sondern aushalten sollte. Die in der letzten Woche extrem hohe Schwankung lies sich natürlich sehr gut aushalten, ging diese doch an nur einem Tag über 40 % in die Höhe. Hauptgrund für die gute Stimmung ist die zunehmende Nachfrage von KI-Firmen, die ihre Serverkapazitäten anscheinend gar nicht schnell genug hochfahren können. Das spielt Oracle – ebenso wie unseren anderen Wachstumsunternehmen Alphabet, Amazon und Microsoft – voll in die Hände. Das Auftragspolster kletterte in diesem Segment im vergangenen Quartal um mehr als das Vierfache auf 455 Milliarden Dollar!

Also: Ich habe keine Scheu vor Tech-Aktien. Ich verfalle aber auch nicht gleich ins Gegenteil, indem ich diese übergewichte. Ich bin mir zwar bewusst, dass unsere Wachstumswerte wie Microsoft, Oracle, SAP, Alphabet und Amazon aufgrund ihres schnelleren Wachstums in vielen Depots unserer Leser in den letzten Jahren überproportional zum Erfolg beigetragen haben.

Dennoch ist die Tech-Branche für mich keine „besondere“ Branche, sondern in einem Portfolio genau so zu handhaben wie andere Branchen – zum Beispiel Konsum und Gesundheit – auch.

In diesem Sinne

Ihr

 

Joachim Brandmaier

Aktuelle Leserzuschriften:

Mehr muss man nicht hinzufügen
Lieber Herr Brandmaier! Ich muss Ihnen ein Kompliment machen: alle zwei Wochen schlage ich den Aktienbrief auf, lese ihren Leitartikel und schlage das Heft wieder zu, denn: im Grunde haben Sie für uns Langfristanleger auf dieser einen Seite alles gesagt! Mehr muss man nicht hinzufügen, um beruhigt seinen Weg weiterzugehen! Nur die Neugier treibt mich dann natürlich doch in die restlichen Artikel. In diesem Sinne, schöne Grüße ans gesamte Team: Machen Sie weiter so! Dennis H. aus Halle

Habe mir ein ansehnliches Depot aufgebaut
Liebes BA-Team, wie sie anhand meiner Kundennummer (noch vierstellig!) ersehen können, bin ich schon sehr lange dabei (1987 oder 1988). In dieser Zeit ging es immer mal wieder auch nach unten, wie heute auch. Trotz teils ärgerlichen Rückschlägen bei einzelnen Werten bin ich eurer Wachstumsstrategie, bzw. auch den Wachstumswerten größtenteils treu geblieben und habe mir ein ansehnliches Depot aufgebaut. Aus diesem Grunde ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, den Bezug des Stuttgarter Aktienbriefes zu verlängern. Ihr Manfred K. aus Kirchheim/Teck

Danke für die jahrzehntelange Betreuung bzw. Beruhigung!
Mit meinem Depot und euch seit 25 Jahren durch alle Krisen dieser Welt. Über die Jahrzehnte habe ich natürlich auch Schiffbruch mit einigen Wachstumswerten wie Nokia, NortelNetworks, Worldcom, Esprit erleiden müssen. ABER: das ist alles verschmerzbar wenn man noch Microsoft, Cola, L'Oreal, Starbucks, SAP, McDonald, Procter usw. seit mehr als 20 Jahren im Depot hat. Und endlich ein Zollstreit, der die seit gefühlt 10 Jahren auf meiner Warteliste zum Kaufen befindliche Jack Daniels Aktie "BrownForman" verprügelt hat und damit zu einem erstmaligen Einstiegskaufkurs für mich gebracht hat! Ich war schon in Tennessee bei der Werksbesichtigung und warte schon eine Ewigkeit darauf.
Heute verlängere ich mit Hochgenuss den Bezug meines "Blättles" und sage dem ganzen Team: Weiter so und nochmals vielen vielen Dank! Arndt S. aus Oedheim

Haben auch Sie Fragen, Anregungen, gerne aber auch Kritik? Der Verfasser dieses Newsletters freut sich auf Ihre Zuschrift: brandmaierj@boerse-aktuell.de

Ja, es gibt hier vereinzelt auch "Noch-Nicht-Leser" des Stuttgarter Aktienbriefes - diese sollten bitte nachstehendes Angebot beachten:

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