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Danke Karlheinz: Unser langjähriger Leser und Drohnenpilot Karlheinz L. (links) aus der Nähe von Pforzheim mit seinen zwei Helfern bei der Kitz-Rettung.
Wie die Faultier-Taktik an der Börse funktioniert ...
Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,
nicht wundern, dass ich ausnahmsweise nicht auf dem Foto oben zu sehen bin. Den Platz überlasse ich dieses Mal gerne unserem Leser Karlheinz L. aus der Nähe von Pforzheim (links im Bild). Er schrieb uns:
„Als ehemaliger Banker habe ich höchsten Respekt vor dem gesamten Team des Stuttgarter Aktienbriefs! Eure Berichte sind sehr informativ und für den einfachen Geldanleger sehr verständnisvoll. Heute sende ich euch ein Bild von unserer aktiven Rehkitzrettung. Wir sind derzeit sehr viele Tage schon gegen 4.00 Uhr unterwegs und retten die Kitze nicht nur vor dem Tode, sondern auch vor den schrecklichen Verletzungen dieser Tiere."
Tolle Sache – aber was hat das jetzt mit der Börse zu tun? Erstens zeigt dieses tolle Engagement, dass es noch wichtigeres im Leben gibt als Aktienkurse, Dividende und Quartalsergebnisse. Und zweitens sind Tiere fester Bestandteil der Aktienkultur. Ok, nicht das Rehkitz, aber zum Beispiel der Esel. Langjährige Leser werden sich erinnern, dass ich in meinem Leitartikel mal über die Esel-Strategie berichtet habe. Kurz erklärt: Die Esel an der Börse wissen nie so recht, in welche Richtung sie laufen sollen. Deshalb rennen sie meist willenlos anderen Tieren hinterher, die momentan am Aktienmarkt das Sagen haben. Mal den Bullen, mal den Bären.
Ich verrate vermutlich kein Geheimnis, wenn ich verrate, dass ich mich selbst zum Lager der Bullen zähle. Beim Blick auf die langfristige Aufwärtsbewegung der Aktien fühle ich mich da am besten aufgehoben. Aber immer zum Feierabend hin wechsle ich das Tier und komme auf den Hund. Wenn mich mein Labrador Henry an der Leine durch den Wald zieht, komme ich einfach auf die besten Ideen. Zum Beispiel auf diesen Leitartikel hier.
Tiere sind an der Börse nicht wegzudenken. Ältere Hasen kennen bestimmt noch den pfeilewerfenden Affen. Dessen auf purem Zufall basierende Aktienauswahl schlug selbst die Performance der gescheitesten Finanzexperten. Tiere lockern die Anlegersprache nicht nur auf, dank ihnen sind manche Sachverhalte auch besser zu verstehen. Der schwarze Schwan etwa, der völlig überraschend um die Ecke biegt, bringt meist nichts Gutes mit. Ich könnte Ihnen noch von den Tauben und Falken in den Zentralbanken erzählen oder auch anderen tierischen Börsentypen. Stattdessen will ich Ihnen passend zur Ferienzeit eine neue tierische Strategie an die Hand geben, die Sie durch die heiße Sommerphase begleiten soll: die Faultiertaktik!
Und so funktioniert die Faultier-Taktik: Wachstumsaktien kaufen, breit mischen, nicht ständig ins Depot schauen und lieber die Beine hochlegen! Ideal geeignet für die Urlaubstage. Klar, Qualität kaufen und einfach liegen lassen schützt zwar nicht gegen vorübergehende Rückschläge, lässt einen aber beruhigter verreisen.
Und das Beste: Die Taktik funktioniert immer und überall, ganz gleich ob daheim auf dem Balkon, in den Bergen oder am Stand! Denn dem Faultier ist es ganz egal, in welche Richtung Bullen und Bären rennen – und auch der Esel.
In diesem Sinne, |