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Bei vielen unserer Leser inzwischen eine der größten Positionen im Depot: Kein Wunder, allein dieses Jahr hat Novo Nordisk schon wieder ein Viertel zugelegt, seit dem Tief 2016 mehr als 400 Prozent – und auf Sicht von 20 Jahren sogar über 5.000 Prozent!
Was tun gegen Übergewichte im Depot?
Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,
die Übergewichtigen dieser Welt atmen auf. Dank der Abnehmspritzen Ozempic und Wegovy von Novo Nordisk scheint es plötzlich ganz leicht, überflüssige Pfunde abzuschütteln. In den USA ist um das Medikament, das eigentlich für Zuckerkranke gedacht ist, ein Sturm der Begeisterung entbrannt. Auch Promis wie Elon Musk nutzen das Mittel, um ihren Hüftspeck loszuwerden.
Aber wer profitiert am meisten? Der Hersteller Novo Nordisk! Der kommt mit der Produktion kaum hinterher. Da rappelt es gewaltig in der Kasse. Entsprechend ist der Aktienkurs noch weiter in die Höhe geschossen. Allein dieses Jahr hat Novo Nordisk schon wieder ein Viertel zugelegt, seit dem Tief 2016 mehr als 400 Prozent – und auf Sicht von 20 Jahren sogar über 5.000 Prozent!
Und es sind gar nicht mal so wenige unserer Leser, die diesen Gewinn tatsächlich eingefahren haben. Schließlich gehört die Aktie schon länger als 30 Jahre zu unseren Favoriten. Eigentlich kann es vielen Aktionären mittlerweile völlig egal sein, was alle anderen Aktien im Depot machen, Hauptsache, Novo Nordisk läuft. Doch die Sache hat einen Haken: Wenn sich eine Aktie verfünzigfacht, andere Titel aber „nur“ verdoppeln oder verdreifachen oder auch mal im Minus liegen, dann hängt praktisch das ganze Depot an diesem einen Top-Wert. So schön dessen Entwicklung auch ist: aus meiner Sicht ein zu großes Risiko!
Dabei geht es nicht nur um Novo Nordisk, auch Kursraketen wie Starbucks, Microsoft oder L‘Oréal, die wir ja ebenfalls schon lange empfehlen, können für ein großes Ungleichgewicht sorgen. Ich weiß, dass das die Lieblinge jedes Anlegers sind, aber zu (!) sehr verlieben sollte man sich an der Börse nie.
Verstehen Sie mich richtig: Wenn Sie selbst keinen solchen Kracher im Depot haben, erscheint Ihnen diese Diskussion wahrscheinlich als reines Luxusproblem. Und ich halte diese Werte weiter für hochattraktiv und empfehle sie grundsätzlich auch jetzt klar zum Kauf. Aber eben nicht, wenn sie ohnehin schon fast im Alleingang die Richtung des Depots bestimmen! Das bedeutet jetzt nicht automatisch, dass man von den dicken Brocken was verkaufen muss. Zumal ich aus der Praxis weiß, dass sich fast alle Börsianer schwertun, ein paar ihrer Lieblinge abzugeben.
Ein gutes Gegengewicht schafft man dann aber ganz elegant, indem man beim nächsten Nachkauf natürlich nicht noch die die bereits „schweren“ Positionen aufstockt, sondern jene Titel, die im Kurs zurückgeblieben sind. Und: Auch die können ja steigen – nach einer Durststrecke manchmal sogar noch schneller als die bisherigen Rennpferde!
Die letzten beiden Stuttgarter-Aktienbrief-Sonderausgaben im April und auch die kommende Ausgabe des Stuttgarter Aktienbriefes Ende nächster Woche sind quasi randvoll mit unseren 4- und 5-Diamanten- Qualitätsunternehmen - auch solche, die derzeit noch einiges an Aufholpotential bieten.
In diesem Sinne, schöne Grüße aus Stuttgart, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen 1. Mai- Feiertag Ihr |