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Kursschwankungen aushalten!
Liebe Newsletter- Leserinnen und Leser,
Börsianer sind mitunter makaber. In den letzten Tagen haben sie häufig den Bankier Carl Mayer von Rothschild zitiert, der einst gesagt haben soll: „Kaufe, wenn die Kanonen donnern.“ Angesichts der dramatischen Ereignisse rund um die Ukraine wirkt so eine Börsenweisheit mehr als pietätlos – aus Anlegersicht hat sie sich aber schon oft als richtig erwiesen.
Die Eskalation zwischen der Ukraine und Russland sorgt natürlich für erhebliche Kurskapriolen an den Weltbörsen. Zunächst ging es mit den Aktien rapide abwärts, der Dow Jones beispielsweise notierte am Donnerstag nur noch knapp über 32.000 Punkten. Gestern, am Freitag schossen die Kurse wieder in die Höhe. Der Schlusskurs beim Dow lag bei 34.054 Punkten.
Wo der DAX, der Dow Jones-Index und die Aktien kommende Woche dann stehen werden, kann ich beim besten Willen nicht vorhersehen. Genauso wenig, wie es im Ukraine-Krieg jetzt weitergeht. In einem bin ich mir jedoch ganz sicher - dass die Aktienkurse auch in Zukunft schwanken werden - mitunter auch erheblich! Und genau deshalb halte ich es auch für sinnvoll, jetzt Ruhe zu bewahren und nicht Hals über Kopf alle Aktien zu verkaufen. Die Schlagzeilen sind sehr schlimm in diesen Tagen, dennoch sollte man aber nicht gleich seine langfristige Anlagestrategie über den Haufen werfen.
Denn wir Langfrist-Strategen wissen: Krisenzeiten waren in der Vergangenheit viel mehr immer eine gute Möglichkeit, sich günstiger an erstklassigen Unternehmen zu beteiligen, als diese in Panik zu tiefen Kursen auf den Markt zu schmeißen. Genau wie vor zwei Jahren, als Corona plötzlich das öffentliche Leben und die Wirtschaft zum Stillstand brachte. Und auch damals hieß es - wie jetzt auch wieder - "dieses Mal ist alles anders". Aber die Erholung kam dann eben doch – und sogar viel schneller als von den meisten befürchtet.
Hoffen wir für alle Beteiligten, dass es dieses Mal auch so ist!
In diesem Sinne
Ihr |