Stuttgarter Aktienbrief - Newsletter Nr. 556 vom Samstag, 19. Februar 2022

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Joachim Brandmaier, 59, über 35 Jahre Börsenpraktiker und Herausgeber des Stuttgarter Aktienbriefes - der Pflichtlektüre für Langfristanleger - muss es wissen: "Der Dow Jones Index hat kein zum Glück kein "Gehirn" wie wir Börsianer, deshalb lässt er sich langfristig gesehen nicht einmal von ganz dramatischen Ereignissen aus der Ruhe bringen - da sind Hoch- und Niedrigzinsphasen eher schon das kleinste Problem. In der Vergangenheit konnten selbst Kriege, politische Krisen, Naturkatastrophen oder auch Pandemien die Börse zwar kurzzeitig unter Druck bringen, aber nicht dauerhaft. Wie Sie auf meinem Home-Office-Bildschrim im Bild oben gut erkennen können (Dow-Jones-Index 40 Jahre), sind die Aktien langfristig - wenn auch unter großen Schwankungen - einfach immer wieder auf neue Höchststände gestiegen, von links unten nach rechts oben eben!"

 

Die derzeit 5 wichtigsten Fragen unserer Leser:

  • Sind steigende Zinsen Gift für Aktien?
  • Was, wenn der Ukraine-Russland-Konflikt eskaliert?
  • Wie kann man von steigenden Energiepreisen profitieren?
  • Was ist mit den deutschen Wachstumsaktien los?
  • Wohin geht der Dollar?

Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,

wir leben in unsicheren Börsenzeiten und da wundert es auch nicht, dass wir zunehmend Emails und Anrufe von verunsicherten Lesern bekommen. Ich habe für meinen heutigen Newsletter einfach mal die meiner Meinung nach derzeit fünf wichtigsten Fragen herausgegriffen und versuche sie hier zu beantworten.

Hauptfrage Nr. 1: Sind steigende Zinsen Gift für Aktien?
Ja, dieser Gedanke ist nicht ganz abwegig, schließlich werden bei steigenden Zinsen plötzlich die Alternativen, wie zum Beispiel Anleihen, wieder interessanter. Wenn es plötzlich 7 oder 8 Prozent Zinsen sicher und risikofrei gäbe, würden bestimmt viele ihre Aktien in Anleihen tauschen. Doch wie realistisch ist das? In Europa weigert sich die EZB sogar noch die Zinsen anzuheben., Selbst wenn die Zinsen wieder etwas steigen, im historischen Vergleich sind sie auch dann immer noch sehr niedrig und keine echte Alternative für Aktien. Und für mich ganz entscheidend: In der Vergangenheit konnten die Zinsen die Börse zwar kurzzeitig unter Druck bringen, aber nicht dauerhaft – die Aktien sind dann einfach weitergestiegen. Meine Meinung: Lassen Sie sich also nicht von irgendwelchen Zinsdiskussionen vom Aktienkauf abhalten! 

Hauptfrage Nr. 2: Was, wenn der Ukraine-Russland-Konflikt eskaliert?
Die Drohkulisse durch die russischen Truppen an der ukrainischen grenze und eine US-Regierung, die jederzeit mit einem Einmarsch rechnet ist für die Börse natürlich eine ständige Unsicherheit. Aber auch dieser Unsicherheit wird irgendwann der Klarheit weichen. Entweder weil die Diplomatie tatsächlich siegt und ein Einmarsch kein Thema mehr  ist – das wäre die wohl von allen bevorzugte Option. Oder wenn es tatsächlich so schlimm kommen sollte und die Panzer rollen. Das will natürlich niemand von uns, aber auch dann könnte es mit den Kursen wieder nach oben gehen. Es gibt ein altes, wenn auch ziemlich zynisches Börsensprichwort: Kaufen wenn die Kanonen donnern. Ich weiß, daran sollte man nicht mal denken. Aber in fast allen Konflikten war es so. Ich kann mich noch gut daran erinnern als die Amerikaner im Irak einmarschiert sind und man deswegen einen Atomkrieg für möglich gehalten hat. Als der erste Schuss fiel, gingen die Kurse an der Wall Street durch die Decke. Trotzdem bleibe ich dabei: die friedliche Option wäre mir lieber. Und da man leider überhaupt nicht sagen kann wann der Konflikt endet, das wissen ja nicht einmal die Staatsoberhäupter und vermutlich auch nicht Putin, sollte man einfach in seinen Wachstumswerten investiert bleiben – oder noch besser: die gedrückten Kurse zum Nachkauf nutzen. Es kann auch ganz schnell gehen, alles ist möglich, auch dass die Kurse ab nächster Woche schon wieder durchstarten.

Hauptfrage Nr. 3: Wie kann man von steigenden Energiepreisen profitieren?
Die nächste Frage steht auch in Zusammenhang mit dem Russland-Konflikt, ich sage nur Nordstream 2 und Gaspreise. Egal ob Gas, Öl, Benzin oder Strom - Die Energiepreise schießen ja gerade nach oben. Und auch da bekommen wir immer mehr Anfragen, wie man sich als Börsianer verhalten, oder das ganze sogar nutzen könnte? Das ist richtig: Stromrechnungen zu zahlen, an die Tankstelle zu fahren oder Heizöl zu kaufen, ist derzeit alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Hier möchte ich gerne die von mir vertretene Methode des „schwäbischen Return on Investment“ ins Spiel bringen: Anstatt sich über steigende Energiepreise zu ärgern, sollte man darüber nachdenken, wer von der gigantisch wachsenden Nachfrage profitiert. Und das sind nun einmal die großen Energiekonzerne. Daher mein Rat: Einfach eine Energieaktie ins Depot legen! Denn was dann auf der einen Seite für Energiekosten aus der Haushaltskasse hinausfließt, kommt in Form von Kursgewinnen und Dividenden auf der anderen Seite wieder rein. Mögliche Energieaktien sind beispielsweise Next Era Energy, UGI oder Nibe.  

Hauptfrage Nr. 4: Was ist mit den deutschen Wachstumsaktien wie Henkel, Fresenius, Fuchs oder BASF los?
Diese Aktien schwächeln ja nicht erst seit Jahresanfang sondern schon deutlich länger. Und ich will jetzt an dieser Stelle auch gar nicht auf die einzelnen Gründe eingehen, wie dass Fresenius unter der Krankenhausproblematik durch die Corona-Infizierten leidet oder BASF wegen der doch stärker konjunkturabhängigen Geschäfte, nein, mir ist in dem Zusammenhang etwas anderes wichtig: Genau das ist der Grund wieso wir immer zu einer breiten Ländermischung raten. Also nicht nur Deutschland-Aktien, wie man es ja gerne als deutscher Börsianer macht – weil man die Firmen eben kennt. Auch nicht nur amerikanische Aktien. Sondern eine breite Mischung an guten Wachstumswerten aus den unterschiedlichsten Ländern. Denn es kann einfach immer wieder passieren, dass nicht nur einzelne Branchen und Industriebereiche der allgemeinen Entwicklung hinterherhinken, sondern auch mal einzelne Länder. Ich sage nur Brexit! Es wäre doch schlecht gewesen damals zur Brexit-Entscheidung nur britische Aktien besessen zu haben. SO wie damals die britischen Aktien nicht liefen, so sind es jetzt die deutschen. Und vielleicht beim nächsten mal die französischen oder auch amerikanischen. Daher mein Rat: In die Breite gehen, nicht nur bei der Branchenmischung, sondern auch bei der Ländermischung.

Hauptfrage Nr. 5: Birgt eine Ländermischung ein großes Währungsrisiko? Wohin geht der Dollar?
Wenn ich unsere Leser gegenüber auf die breite Ländermischung hinweise, dann bekomme ich manchmal zu hören: „Ja Herr Brandmaier, aber was ist mit dem Dollar?“ Ja stimmt, der Euro-Dollar-Kurs ist seit über zehn Jahre im Abwärtstrend, umgekehrt heißt das: Der Dollar steigt. Das kam bislang uns europäischen Besitzern von amerikanischen Aktien zugute. Aber der Trend kann sich ja auch mal drehen, wir haben hier also ohne Zweifel ein gewisses Währungsrisiko, wenn wir in Aktien aus anderen Währungs-Ländern investieren. Also, wohin marschiert der Dollar, wohin der britische Pfund oder der Schweizer Franken? Solche Überlegungen solche Währungsprognosen können Sie im Prinzip vergessen. Währungsprognosen sind meist das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben werden. Was wurde in der Vergangenheit nicht alles über die weitere Entwicklung von Euro und Dollar philosophiert und gestritten! Heute aber ist ein Euro praktisch genauso viel Dollar wert wie schon bei seiner Einführung vor 20 Jahren. 

Ein Langfristanleger, der damals US-Aktien gekauft hat, hat somit durch Währungsschwankungen weder groß gewonnen noch verloren. Aus gutem Grund setzen wir Wachstumsstrategen nicht auf den Dollar, den Euro, das Pfund oder den Schweizer Franken – wir investieren in Unternehmen! In Danaher, SAP, Reckitt Benckiser oder Nestlé. Denn das sind die Konzerne, die mit innovativen Ideen, attraktiven Produkten und immer höherer Produktivität echte Werte schaffen. Hier spielt für uns die Musik. Währungen übernehmen da allenfalls die zweite Geige. Klar, wer exotische Titel aus Russland, Asien oder Südamerika kauft, der erfährt in vielen Fällen recht bald, wie es sich anfühlt, wenn einem dauerhaft der Währungswind ins Gesicht bläst. Selbst wenn da mal eine Aktie dabei ist, bei der der Kurs ordentlich steigt: Die Währung fällt allzu oft noch schneller. Wer aber ein gut gemischtes Depot aus europäischen und amerikanischen Titeln sein Eigen nennt, bei dem überwiegen auf Dauer die positive Kursentwicklung der Aktien, die Währungseinflüsse werden zumindest über die Zeit hinweg im Grunde weggebügelt.

So, das war heute viel zum Lesen, ich hoffe es war auch für Sie was dabei und Sie gehen damit gestärkt in die kommende Börsenwoche. Bis dahin wünsche ich Ihnen noch ein schönes Wochenende,

Herzliche Grüße aus Stuttgart,
Ihr

Joachim Brandmaier
und das gesamte Team des Stuttgarter Aktienbriefes

Haben Sie noch weitere Fragen? Oder sind Sie in einigen Punkten anderer Meinug? Ich freue mich wie immer auf Ihre Zuschrift ...  Mail an den "Chef" persönlich ... 

Aktuelle Leserbriefe:

Speziell in Zeiten wie diesen tut seelischer Beistand gut!
Ich möchte ihnen auf diesem Wege nochmals für ihre gute Strategie danken. Sie leisten mit ihrem Engagement große Dienste für die Aktienkultur. Dieses Jahr habe ich ein Jubiläum. Seit 25 Jahren (mit zwei kurzen Unterbrechungen) lese ich ihren Aktienbrief, damals noch Aktienclub. Ich muss zwar zugeben dass ich den Aktienbrief nicht mehr so „verschlinge“ wie anfangs, da mein Depot so ausbalanciert ist dass keine Veränderungen von Nöten sind. Dennoch möchte ich auf ihren Rat nicht verzichten. Speziell in Zeiten wie diese tut es gut, ein wenig „seelischen Beistand „ zu bekommen. Wenngleich ich nach so langer Erfahrung ihre „Telefonseelsorge” nicht in Anspruch nehmen muss. Machen Sie weiter so mein Abo behalte ich noch die nächsten 25 Jahre! Mit freundlichen Grüßen, Dieter W.

Bin alle 2 Wochen nicht ansprechbar!
Sehr geehrte Damen und Herren, ein großes Kompliment an das gesamte Team. Ihr lasst euch immer wieder was Nettes einfallen. Ich freue mich jedes mal auf mein Stuttgarter Aktienblättle im Briefkasten. Das wird auch immer gleich gelesen…mein Freund weiß schon, dass ich alle zwei Wochen für ne Stunde nicht ansprechbar bin wenn das Blättle kommt… Mittlerweile konnte ich ihn als starken Skeptiker auch von Ihrer Wachstum-Strategie überzeugen. Langsam nimmt auch sein Depot immer mehr Form an und wird in die richtige Richtung gelenkt. Und so hoffe ich für beide, dass uns später in Rente ein finanzielles sorgenfreies Leben erwartet. Und das nicht zuletzt dank Ihren guten Tipps. Mit freundlichen Grüßen, Marianne Müller

Alle Zeichen stehen auf Grün!
Guten Tag, ich setze die Wachstumsstrategie leider erst seit 3 Jahren konsequent um und erstmals seit vielen Jahren (meine erste Akte war Nixdorf 1987 im Alter von 16 Jahren) habe ich das Gefühl mit Akten Spaß und vor allem Gelassenheit zu haben. Als Excel-Fan habe ich mir eine eigene Tabelle gemacht, in die ich Jahr für Jahr, Monat für Monat die Dividenden der Unternehmen eintrage. Im ersten Jahr der Wachstumsstrategie lag meine persönliche Dividendenrendite oft unter 1%. Ich markierete dies rot. Über 1% ist bei mir orange. Über 2% ist gelb. Über 3% ist grün. Es ist schön zu sehen, wie ich mehrmals im Jahr nun von rot auf orange oder von orange auf gelb oder von gelb auf grün umfärben kann. Es gab bisher nie eine „Abstufung“. Dazu kommt die Kurssteigerung. Das macht Spaß zu sehen und die Gelassenheit kommt natürlich auch durch den 14-tägigen Stuttgarter Aktienbrief insbesondere Ihrem Leitartikel. Haben Sie vielen Dank und weiter so! MfG Bernd Z.

Wir bleiben energiegeladen!
Das Thema Energie beschäftigt (und erhitzt) weiter die Gemüter. Kein Wunder, marschiert der Ölpreis doch in Richtung der 100-Dollar-Marke und an den Tankstellen war Benzin zuletzt so teuer wie nie. Die Autoindustrie schwenkt derweil massiv auf Elektroantrieb um. Sind Batterien also das neue Erdöl? Welche Hersteller geben hier den Ton an? Wir haben uns in der aktuellen Ausgabe des Stuttgarter Aktienbriefes in dieser boomenden Branche umgesehen. Unsere Leser haben dies bereits in Ihrem Briefkasten, wer noch kein Leser ist und diese Ausgabe haben will, liest hier einfach weiter:

Sie sind noch kein Leser des fast schon legendären Stuttgarter Aktienbriefes “Börse-Aktuell”?
Unsere “Pflichtlektüre für Langfristanleger” oder auch in Krisenzeiten von einigen unseren Lesern liebevoll “Brandmaier´s Beruhigungsblättle” genannt, gibt es nur für unsere Abonnenten. Aber vielleicht möchten auch diejenigen unter ihnen – die noch nicht bei uns mit dabei sind – künftig auch unseren Stuttgarter Aktienbrief auch alle 14 Tage in Ihrem Briefkasten vorfinden? Dann lade ich Sie ein, uns zunächst erst einmal zu testen: Anstatt sich gleich für ein ganzes Jahr bei uns fest zu verpflichten, können Sie sich bei uns zunächst einmal auch nur für ein halbes Jahr bei uns anmelden. Sie zahlen dafür logischerweise auch nur den halben Preis, also nur 73 Euro.

Aber der Clou für Sie kommt erst jetzt:
Wenn Sie sich hier gleich anmelden, bekommen Sie von mir noch über 3 weitere Monate Testzeit kostenlos dazu!

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Dieser „Extrem verlängerte Halbjahrestest für 73 Euro“ endet für Sie erst im November 2022! Wenn Sie sich also gleich anmelden, testen Sie den Stuttgarter Aktienbrief über 9 Monate zum Preis von nur 6! Genug Zeit um uns ausführlich zu testen. Sie sparen dabei über 36 Euro. Und ich lege Ihnen in Ihr Begrüßungspaket nicht nur die aktuellen Ausgaben unseres 14-täglich erscheinenden Stuttgarter Aktienbriefs, sondern auch alle bereits erschienenen Ausgaben vom neuen Jahr mit dem neuen Musterdepot, unseren Profitips für 2022 und meinen Energiefavoriten dazu. Und das Schönste kommt noch: den großen Almanach 2.0 (regulärer Preis 12 Euro!) gibt es auch noch kostenlos dazu! In diesem ultimativen Werk sind alle meine 87 Wachstumswerte-Favoriten (auch meine Energie­favoriten) mit genauer Beschreibung und langfristigem Kursverlauf enthalten! Der große Almanach 2.0 mit 100 Seiten geballtem Aktienwissen wird uns derzeit von unseren Lesern geradezu aus den Händen gerissen!

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Kommen Sie in unser Team nach Stuttgart:

Wir suchen Sie!
Bestimmt gibt es unter Ihnen viele, die unsere Wachstums-Strategie inzwischen und auswendig kennen aber auch mit Ihrer langjährigen Erfahrung als Stuttgarter Aktienbrief-Leser auch schon man spekulativeren Zeitgenossen von unserer Strategie überzeugt haben. Wenn Sie dann auch noch gerne schreiben oder auch mit Gliechgesinnten ins Gespräch kommen wollen, dann überlegen Sie doch mal ob Sie sich nicht bei uns als Redaktuer verwirklichen könnten. Gut, der eine oder andere von Ihnen hat mit dem Berufsleben vielleicht bereits schon abgeschlossen, aber auch an diejenigen richte ich meine Bitte: wenn Sie unter Ihren Freunden, Bekannten, Nachbarn, aber auch Verwandten (Kinder, Enkel) einen begeisterten Börsianer (m/w/d)! kennen, der vielleicht auch wie ich vor über 35 Jahren sein Hobby zum Beruf machen will, dann machen Sie diese Person doch bitte unbedingt auf unser Stellenangebot aufmerksam:  Wachstums-Stratege gesucht 

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