Home Depot bringt seine Namen ins Spiel

War das der endgültige Dreh nach oben?
Wer in den letzten Tagen und Wochen Fußball-WM geschaut hat, dem dürfte der Schriftzug von Home Depot auf den Werbebanden aufgefallen sein. Die weltgrößte Baumarktkette engagiert sich zum ersten Mal als offizieller Sponsor der Weltmeisterschaft. Passend dazu gibt es online und im Fernsehen Werbeclips unter dem Motto „We all have a name“ (zu deutsch: „Wir haben alle einen Namen“). Dabei wird eine emotionale Verbindung zwischen den Namen auf den Spielertrikots und den Namen auf den orangenfarbenen Schürzen der Home-Depot-Mitarbeiter hergestellt.
Stellt sich die Frage: Inwiefern kann Home Depot von der WM profitieren? Zum Beispiel von Kunden, die ihren Garten fürs „Private Viewing“ hergerichtet haben.
Angesichts von erwarteten rund 170 Milliarden Dollar Umsatz und fast 15 Milliarden Gewinn in diesem Jahr dürften die Erträge, die konkret auf die Weltmeisterschaft zurückzuführen sind, eher gering sein – sie schaden aber auch nicht. Der größere Teil des künftigen Wachstums wird jedoch weniger vom „kleinen“ Handwerker kommen, sondern eher von Großkunden aus dem Profibereich, die auch entsprechend höhere Gewinnmargen abwerfen. Ein weiterer Schritt in diese Richtung war die letztjährige Übernahme des Baustoffhändlers GMS für 5,5 Milliarden Dollar, womit Home Depot sein Angebot für professionelle Handwerker und Bauunternehmen im Bereich Trockenbau und Decken massiv ausgeweitet hat.
Im Mai hat die Home-Depot-Aktie nach oben gedreht. Im Langfristchart ist das zwar noch kaum erkennbar, wir gehen jedoch davon aus, dass der Aktienkurs wieder den langfristigen Aufwärtstrend aufnimmt.
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