Sysco hat den Übernahmeschock verdaut

Großauftrag von der Navy.
Als Sysco im März die gewaltige, 29 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Konkurrenten Jetro ankündigte, ging die Aktie erst einmal auf Tauchstation. Bei einem so großen Zukauf (Sysco selbst hat einen Börsenwert von 40 Milliarden Euro) befürchten die Anleger immer Schwierigkeiten und sind deshalb meist vorsichtig. Auch gefiel nicht jedem, dass ein Teil des Kaufpreises in Form von Aktien bezahlt wird, wodurch die umlaufende Stückzahl klettert. Inzwischen hat sich die Lage jedoch beruhigt und der Kurs hat den kompletten Schock-Rückschlag aufgeholt. Selbst bis zum Allzeithoch fehlen nur noch wenige Prozent.
Im Gegensatz zu Marktführer Sysco, der Produkte wie Nudeln, Tiefkühlkost, Hühnchen oder Fisch direkt zu den Kunden liefert, müssen Gastronomen, die bei Jetro einkaufen, ihre Waren selbst abholen. Mit ihren 166 Standorten versorgt die neue Tochter 725.000 meist kleine Restaurants in den USA. Sysco erweitert seinen Kundenkreis also massiv und es dürfte sich deshalb auf jeden Fall ein Größeneffekt ergeben, auch wenn die Geschäftsfelder nicht hundertprozentig identisch sind. Die geschätzten Synergieeffekte sollen sich auf 250 Millionen Dollar pro Jahr belaufen.
Gute Nachrichten gibt es außerdem von der Auftragsseite: Sysco hat mit der US Navy einen Nahrungsmittel- und Getränkeliefervertrag über fünf Jahre im Wert von 281 Millionen Dollar abgeschlossen. Die Aktionäre wiederum werden mit stetig steigenden Dividenden verköstigt – auch wenn es diesmal nur ein Häppchen mehr wird: Am 24. Juli klettert die Quartalsausschüttung um zwei Prozent auf 55 US-Cent je Aktie.

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